Schloss Hohenschwangau

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Schloss Hohenschwangau steht direkt gegenüber dem berühmteren Schloss Neuschwanstein inmitten einer herrlichen Gebirgslandschaft bei Füssen im Allgäu. In dem romantischen Wohnschloss Hohenschwangau verbrachte der beliebte bayerische Märchenkönig Ludwig II. große Teile seiner Kindheit und Jugend. Heute zählt es zu den schönsten Sehenswürdigkeiten des Allgäus und kann täglich besichtigt werden.

Bewertungen Schloss Hohenschwangau

Wer mehr über den Mythos Ludwig II. erfahren und wissen will, wo seine Entwicklung zum geheimnisvollen und faszinierenden Märchenkönig seinen Anfang nahm, sollte sich unbedingt das Schloss Hohenschwangau anschauen, denn hier lebte der Monarch zu weiten Teilen in seiner Kindheit und Jugend. Das Schloss thront in einer malerischen Felslandschaft in Schwangau bei Füssen im Allgäu und ist eine beliebte Sehenswürdigkeit in der Region. Direkt gegenüber befindet sich das weltberühmte Schloss Neuschwanstein, das Ludwig II. zwischen 1869 und 1886 errichten ließ und das heutzutage jedes Jahr weit über eine Millionen Besucher mit seiner Pracht und Romantik in den Bann zieht. Aber auch das Schloss Hohenschwangau, das der königlichen Familie einst vor allem als Sommerresidenz diente, begeistert seine Besucher mit einer harmonischen und schönen Gestaltung sowie zahlreichen Kunstwerken, die wie auch in Neuschwanstein auf die Sagen- und Märchenwelt Bezug nehmen.

Die Geschichte von Schloss Hohenschwangau reicht zurück bis in das 12. Jahrhundert, als es als Burg Schwanstein erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Burg diente zunächst den Schwangauer Rittern als Domizil, bevor die Besitzer in den folgenden Jahrhunderten häufig wechselten. Nachdem die Burg mehrfach in Kriegen während des Mittelalters zerstört und anschließend wieder aufgebaut wurde, verkam sie im 17. und 18. Jahrhundert endgültig zu einer Ruine. Im Jahre 1832 entdeckte der damalige Kronprinz und spätere bayerische König Maximilian II. die Ruine bei seinen Ausflügen in die herrliche Natur des Allgäus. Er entschloss sich, die Ruine zu kaufen und sie von dem Architektur- und Theatermaler Domenico Quaglio im Stil der Neugotik umbauen zu lassen. Quaglio starb kurz vor Vollendung des Umbaus, sodass der Münchner Architekt Josef Daniel Ohlmüller seine Arbeit fortführte und beendete. Er schuf ein romantisches und gemütliches Wohnschloss, in dem Maximilian II. mit seiner Gattin Königin Marie und den Kindern Ludwig II. und Otto vor allem während der Sommermonate lebte. Die ganze Königsfamilie galt als sehr naturverbunden und brach häufig zu Ausflügen in die umliegende Allgäuer und Tiroler Bergwelt auf. Bei einem davon entdeckte Ludwig II. die beiden Burgruinen Vorderhohenschwangau und Hinterhohenschwangau, an deren Stelle er später sein prächtiges Märchenschloss Neuschwanstein errichten ließ.

Schloss Hohenschwangau begeistert mit einer sehr harmonischen Gestaltung und Innenausstattung. Der viergeschossige neugotische Hauptbau mit gelber Fassadenfarbe und drei Rundtürmen beherbergt sehenswerte Innenräume, deren Einrichtung aus der Biedermeierzeit vollständig erhalten geblieben ist. Im ganzen Schloss hängen kunstvolle Wandgemälde, die Themen aus der Sagen- und Märchenwelt zeigen; auch das Motiv des Schwans ist sehr häufig zu sehen. Größter Raum des Schlosses ist der auch Heldensaal genannte Festsaal, der sich auf der Königsetage befindet und dessen prächtige Wandgemälde die Wikina Sage mit Dietrich von Bern darstellen. Sehr hübsch ist auch das Orientzimmer, das Maximilian II. im Andenken an seine Reise durch Griechenland und die Türkei im orientalischen Stil gestalten ließ und das Königin Marie als Schlafraum diente. Im Hohenstaufenzimmer steht ein goldenes Klavier, auf dem der Märchenkönig häufig musizierte und auf dem auch sein Freund, der Komponist Richard Wagner, bei seinen Besuchen gespielt haben soll. Der Raum diente Ludwig II. und seinem Vater außerdem als Ankleideraum. Beeindruckend ist auch das Tassozimmer, das königliche Schlafgemach. Hier wurde ein imposanter Sternenhimmel in die Decke integriert, der aus dem Stockwerk darüber beleuchtet wurde. Im Berchtazimmer, das Königin Marie als Schreibraum nutzte, erzählen die Wandgemälde die bayerische Version von der Legende über die Geburt Karls des Großen.
Schloss Hohenschwangau lässt sich, wie auch Neuschwanstein, nur in Form einer etwa 35-minütigen Führung besichtigen. Es ist nahezu täglich, außer an einigen Feiertagen, für Besucher geöffnet. Eintrittskarten sind beim Ticketcenter Hohenschwangau erhältlich. Von dort aus hat man auch die Möglichkeit, sich mit der Pferdekutsche ganz romantisch zum Schloss Hohenschwangau chauffieren zu lassen. Zu Fuß lässt sich das Schloss vom Ticketcenter aus in rund 20 Minuten erreichen. Es bietet sich an, beide Königsschlösser nacheinander zu besichtigen. Wer danach noch spannende Hintergrundinformationen über die bayerischen Könige und ihre traumhaften Schlösser erhalten möchte, sollte das Museum der Bayerischen Könige am Ufer des Alpsees besuchen. Hier erfährt man innerhalb eines luxuriösen, modernen Ambientes viel Wissenswertes rund um König Ludwig und die Königsschlösser. Zahlreiche Original-Exponate, wie der Mantel oder die Spielzeugfiguren Ludwigs, lassen sich hier ebenfalls bestaunen.

Das Schloss Hohenschwangau, das sich heute übrigens im Besitz des Wittelsbacher Ausgleichsfonds befindet, sollte man sich bei einem Allgäu-Urlaub unbedingt anschauen. Es ist genauso sehenswert wie das Schloss Neuschwanstein und ermöglicht einmalige Einblicke, wie der berühmte Märchenkönig Ludwig II. aufwuchs und wie er geprägt wurde.

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